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Nachbarschaft und Sicherheit

02. August 2016 Kommentare : 0

Bonn, NRW, Deutschland (Weltexpress). Die Angst vor Einbrüchen nimmt zu

 in einer Zeit, da mehr und mehr Diebe versuchen in die Häuser und 

Wohnungen einzubrechen. Die Angst vor Dieben ist groß, die Probleme 

danach immens. Nun stellt sich die Frage: Was schreckt Einbrecher ab? 

„Wenn sie mehr als fünf Minuten benötigen, um sich Einlass zu verschaffen“, 

sagt die Polizei. Doch immerhin verhinderten im Jahre 2012 Bewegungsmelder, 

sichtbare Alarmanlagen und weitere Vorkehrungen nach ihrer Schätzung 

40 Prozent der Einbrüche. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, Einbrecher

 zu vergraulen.

„Türen und Fenster sollten der Widerstandsklasse RC2 genügen“, 

empfiehlt Tim Rehkopf von der BHW Bausparkasse Eigentümern. 

Die Kosten für ein Sicherheitspaket schätzt er für ein Eigenheim auf 

circa 4.500 Euro. Dabei ist auch das direkte Wohnumfeld zu berücksichtigen.

„Uneinsehbare Winkel, dunkle Haus- und Kellereingänge werden von 

Einbrechern bevorzugt. Hier ist gute Ausleuchtung dringend geboten.

Die reduziert auch das Unfallrisiko für ältere Bewohner.“ Polizei oder 

Verbraucherzentralen bieten entsprechende Ratgeber an und kommen 

oft sogar ins Haus und geben wertvolle Tipps.

Doch den besten Schutz vor Einbruch bietet eine intakte Nachbarschaft. 

„Je älter und unbeweglicher die Menschen werden, desto wichtiger ist die 

Unterstützung durch ihre Nachbarn“, bestätigt Stefan Meder, Leiter der

kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Hamburg. Sein Rat: Bei Abwesenheiten 

Nachbarn des Vertrauens die Wohnung betreuen und Briefkästen leeren lassen. 

Fremden nie Informationen über An- und Abwesenheitszeiten von Anwohnern 

geben. Unbekannte höflich fragen, ob sie Hilfe benötigen. Beobachten sie 

Verdächtiges, sollten Bewohner die Polizei unter 110 rufen, keinesfalls 

selbst einschreiten! „Von aufmerksamer Nachbarschaft“, so Meder, 

„profitieren nicht nur Ältere. Auch Alleinerziehende, Patchwork-

Familien und Singles sind auf die gegenseitige Aufmerksamkeit angewiesen.“

Dorothea F. Voigtländer, 25. Juli 2016



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